Losberger De Boer feiert 100. Geburtstag

100 Jahre, die verbinden

Im Januar 2019 wird Losberger De Boer 100 Jahre alt. So lange, seit 1919, auf dem Markt zu sein, bedeutet auch, bewegte Zeiten durchlebt und vor mancher Herausforderung gestanden zu haben. Dass diese erfolgreich gemeistert wurden, zeigt sich unter anderem darin, dass Losberger De Boer heute zu den weltweit führenden Anbietern von temporären und semi-permanenten Raumlösungen zählt.

Begonnen hat alles mit den beiden Unternehmerfamilien Losberger und De Boer, die ihre Unternehmen 2017 fusioniert haben. In Heilbronn wurde 1919 ein Gewerbe unter ‚Friedrich Losberger Sackhandlung‘ angemeldet, das dann 1925 zur ‚Fabrik für Planen und Wagendecken‘ umfirmierte. Sein erstes Zelt baute Friedrich Losberger für einen durchreisenden Wanderzirkus, ein Stallzelt. Nur ein Jahr zuvor, also 1924, benötigte Klaas De Boer im niederländischen Alkmaar ein Zelt für ein Dorffest, in dem er als lokaler Lebensmittelhändler und Café-Besitzer das Festcatering betreiben wollte. Dieses Zelt baute er kurzerhand aus Planen und Holzpfeilern einer lokalen Schreinerei.

Beide Gründer, Friedrich Losberger und Klaas De Boer, erkannten damals schnell die Vorteile von Zelten für unterschiedlichste Einsatzzwecke, und so konzentrierten sich beide Unternehmen im Laufe der Zeit immer stärker auf temporäre Konstruktionen. Bei Klaas De Boer waren es zunächst Zelte um sein immer größer werdendes mobiles Catering-Geschäft zu betreiben. Bei Friedrich Losberger ging es von Beginn an um die Produktion, die Vermietung und den Verkauf von Zelten, die für viele Einsatzbereiche wie Veranstaltungen, Lager, Unterkunft genutzt wurden. Wie bei Klaas De Boer spielten dabei die Veranstaltungszelte auch beim Heilbronner Unternehmen die wichtigste Rolle.

Ideen und Wachstum

Nach dem Zweiten Weltkrieg baute Friedrich Losberger sein im Krieg zerstörtes Werk wieder auf und bezog 1947/48 den neuen Standort in Heilbronn.  Von da an drehte sich wieder alles um den Mobilbau und ein ordentliches Wachstum des Unternehmens. Auch bei Klaas De Boer begann in der Zeit nach dem Krieg eine starke Wachstumsphase. Er konzentrierte sich auf die Produktion und landesweite Vermietung von Zelten als temporäre Lösungen für unterschiedlichste Nutzung.

Die 50-er Jahre markieren dann bei Losberger De Boer den Beginn vielfältiger Entwicklungen im Mobilbau. Einige davon stellen auch heute noch weltweit den Stand der Technik dar. Zu den Erfindungen und Entwicklungen zählen unter anderem die „Zweigelenkbinder-Halle“ mit Erdankerbefestigung, Zelt-Aluminiumtragwerke, Tragwerke mit vom Boden aus einziehbarer Dachplane, Zeltbaukastensysteme für kleine und große Spannweiten, der Großzelt-Patentfußboden und so weiter. Aber auch die Gründung von Niederlassungen begann in dieser Zeit.

Ende der 80-er Jahre rückten Zeltarchitektur und -Ausstattung, in den Mittelpunkt. Ein Trend zu ästhetischen Formen und komfortabler Ausstattung begann. Bei Losberger De Boer wurde dies meist innerhalb der bestehenden Baukastensysteme realisiert, wodurch in der Zeltevermietung neue Trends wirtschaftlich realisiert werden konnten – nicht nur für das eigene Vermietungsgeschäft, sondern auch das der Kunden, die selbst als Vermieter im Markt tätig waren. Eine Vielfalt an Formen und Ausführungen entstand, so dass die Beschreibung „Zelt“ nicht mehr zutreffend war.

Vor allem die 90er und 2000er Jahre stehen für die besonders dynamische Entwicklung temporärer Gebäude und Ausstattungselemente, sowie für die stetige Internationalisierung, ausgehend von Deutschland und den Niederlanden. Gebäudeästhetik und Nutzungskomfort bewegten sich in Regionen, die davor nicht für möglich gehalten wurden. Bogen- und Pultdächer, kubische Gebäudeformen, 3-geschossige Ausführungen verliehen dem temporären Gebäude einen völlig neuen, großzügigen Auftritt, weit weg vom klassischen Satteldachzelt. Großflächige Fensterfronten aus Isolierglas unterstützten jetzt die großzügig wirkende, souveräne Architektur der mobilen Gebäude. Im Gegensatz zu den bis dahin genutzten Fenstervorhängen boten Sie nicht nur einen klaren Blick nach Außen, sondern trugen auch zur Innenraum-Klimatisierung bei, was dem immer stärker werdenden Anspruch nachhaltige, umwelt- und ressourcenschonende Produkte einzusetzen und nachhaltig zu nutzen, Rechnung trug. Ergänzend zu den Glaspaneelen wurden Wandpaneelen aus Kunststoff entwickelt, die dort, wo kein Glas gewünscht war, für eine solide, feste Wandbekleidung sorgten. Das Schlagen und Flattern der Zeltvorhänge war damit Geschichte, aber auch der unerlaubte Zugang ins Gebäude über die Wandbekleidung war im Vergleich zu den Zeltvorhängen unterbunden. Ein weiterer Entwicklungsschritt kam schließlich mit dem Einsatz gedämmter hartschaliger Wandelemente und aufblasbarer Dachplanen, die den Energieverbrauch bei Heizung und Klimatisierung deutlich verbesserten und so die Nachhaltigkeit beim Einsatz dieser mobilen Gebäude erhöhten. Ihre Namen lauten zum Beispiel Emperor, Anova, maxiflex Emporium, Palas, Premier, Delta.

Neben den Aluminiumkonstruktionen weitete sich das Programm auch auf Hallen mit Stahltragwerken, Container und Raummodule sowie besonders schnell aufzubauende Zelte mit aufblasbarem Tragwerk aus. Auch Turnkey-Projekte begannen eine Rolle zu spielen.

Zusammenschluss

2017 fand dann der Zusammenschluss der beiden Unternehmen statt. Der neue Markenname beinhaltet die Namen beider starker Marken und lautet nun Losberger De Boer. In ihm zeigt sich, um was es beim Zusammenschluss ging: Zwei bedeutende Unternehmen der Branche bündeln ihre Stärken in Know-how, Organisation, Marktzugang und Kapazitäten. Von der Produktentwicklung über die Produktion bis zu Verkauf und Vermietung befindet sich alles „in einer Hand“. Die Bündelung des Know-how aus beiden Häusern führt zu einer hohen, umfassenden Kompetenz in den Feldern des Mobilbaues, verbunden mit einer besonders intensiven Präsenz in den bestehenden Märkten und einer exzellenten Basis für zukünftige Erschließungen. Die Kunden von Losberger De Boer können sich auf einen Partner mit besonders großen Ressourcen in Material, Know-how und Service verlassen. Das gibt Zeit für sorgfältige Beratung und schafft die Sicherheit genau die Leistung zu erhalten, die gewünscht ist, termingerecht und in erstklassiger Qualität.

Märkte und Zielgruppen

Weltweit ist Losberger De Boer heute bei vielen internationalen Großevents vertreten. So zum Beispiel bei den Olympischen Spielen, Fußballweltmeisterschaften und vielen anderen Großveranstaltungen in Sport, Politik und Kultur. Aber auch in der Wirtschaft sowie im Kommunalsektor hat das Unternehmen seinen festen Platz errungen. Dies zeigt sich im heutigen Angebot von Losberger De Boer. Es umfasst die Produktion, den Verkauf und die Vermietung von vielen unterschiedlichen mobilen Raumlösungen und bedient eine Vielzahl von Märkten, national wie international.

Für den Verkauf sind die Vermieter von Veranstaltungszelten und temporären Eventgebäuden weltweit eine der wichtigsten Zielgruppen. In der Vermietung werden vor allem komplexe, großflächige Events bedient. Schlüsselfertige Projekte werde heute aus der Wirtschaft wie dem öffentlichen Bereich zum Kauf und zur Miete nachgefragt. Und schließlich sind unsere schnell zu errichtenden Konstruktionen mit aufblasbarem Tragwerk unverzichtbarer Ausrüstungsbestandteil bei Streitkräften, NGOs und Regierungsbehörden. So zählen zu den Einsatzfeldern von Losberger der Boer und seinen Kunden unter anderem Firmen- und Sportveranstaltungen, Ausstellungen, Kongresse und Tagungen, Lager- und Produktionshallen, Sporthallen, Schulen, Kindergärten, Büros und Bürogebäude, Verkaufsräume für den Handel, Hangars und Flughafenterminals, Feldlager, Mannschaftsunterkünfte und Hospitäler.

Dass Losberger De Boer sich heute als starke Marke in diesen Zielgruppen und Einsatzfeldern mit einem in der Branche einzigartigen Produktportfolio erfolgreich bewegen kann, ist nicht selbstverständlich. Über drei Generationen hinweg führten innovative Ideen, kreative Konzepte und strikte Werteorientierung im Handeln - sowohl Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden gegenüber, zu der Position, die Losberger De Boer heute in der Branche hat.

Die Zukunft

Der Trend zum Mobilbau ist ungebrochen. Einsatzfelder und Produkte, die noch vor Jahren als für den Mobilbau als nicht geeignet beschrieben wurden, werden heute bedient.

Die wirtschaftliche Entwicklung schreitet weltweit voran, Temporärbau ist in den aufstrebenden Regionen ein Faktor, die erforderliche Infrastruktur zur realisieren.

Mobilbau hat heute einen Standard erreicht, der eine besonders effiziente und auch unter Nachhaltigkeitsaspekten sinnvolle Nutzung ermöglicht.

Die Mitarbeiter von Losberger De Boer sind Spezialisten in ihren Bereichen, motiviert, einsatzfreudig und kreativ. Sie haben schon oft bewiesen, dass sie in der Lage sind, neue Trends und Herausforderungen anzunehmen und für den Erfolg des Unternehmens zu nutzen.

In allem, was wir machen, sind wir absolut kundenorientiert. Das bedeutet bei Losberger De Boer nicht nur Kundenorientierung nach außen, hin zu denen, die eine Leistung von uns erwarten und dafür eine Rechnung erhalten. Das bedeutet ebenso Kundenorientierung nach innen, unter allen Mitarbeitern, die sich gegenseitig als Kunde sehen. Die Leitlinie für die Kundenorientierung, die wir leben, wird durch unsere drei Markenwerte festgelegt, die sich gegenseitig bedingen. So kann zum Beispiel ohne Professionalität keine Kreativität von guter Qualität entstehen, Involvement benötigt auch Kreativität und Professionalität, wenn es sich positiv auswirken soll. Deswegen leben wir stets alle unsere Markenwerte Professionalität, Kreativität und Involvement. Nur so können wir unser Versprechen „Committed to your success“ auch halten. Wir haben exzellente Produkte und Dienstleistungen – aber mehr als das haben wir ausgezeichnete Mitarbeiter mit einer extremen Kundenorientierung. Und das ist der Schlüssel für erstklassige Leistungen und Freude an der Arbeit, jetzt und in Zukunft.

Dies alles sind Voraussetzungen dafür, dass Losberger de Boer auch in der Zukunft eine solide Entwicklung nehmen wird. Ein Grund, sich auf das zu freuen, was uns die Zukunft bringen wird und darauf, dass wir sie mitgestalten dürfen.