Freilandausstellungen sind besondere Messen. Wie der Name schon so schön sagt, finden diese Messen und Ausstellungen auf einer großen, freien Fläche statt und jeder Aussteller hat einen eigenen temporären Messebau, den er individuell gestalten kann. In der Regel wird diese Form der Messe für Ausstellungen mit großer, wetterrobuster Maschinerie gewählt, wie zum Beispiel bei der bauma, der steinexpo oder der demopark. Die großzügig dimensionierten Messeflächen mit genügend Platz für die Live-Produktvorführungen der Aussteller sind natürlich das charakteristische Merkmal dieser Messeform. Doch diese eine Besonderheit bringt viele weitere, kleinere Besonderheiten mit sich. Wir haben drei davon herausgepickt und möchten euch inspirieren, was ihr bei der Planung eures Messeauftritts auf einer Freilandausstellung in 2018 beachten solltet.

Planungstipp 1: Branding – Von allen Seiten sichtbar, aber bitte nicht überbranden

Ganz offensichtlich ist, dass bei Freilandausstellungen die meisten Messestände von allen Seiten sichtbar und vor allem auch einsehbar sowie oftmals von mehreren Seiten begehbar sind. Diese Besonderheit muss sowohl bei dem Raumkonzept, siehe Punkt 3, als auch beim Branding und der Beschilderung beachtet werden. Zum einen sollte das Branding in Form von Flaggen, Aufstellern, Bannern oder individuell gestalteten Inflatables so angebracht sein, dass die Besucher den eigenen Stand eben von allen Seiten erkennen können. Zum anderen sollten die Besucher durch die Beschilderung entsprechend eurer Kommunikationsziele über den Messestand geleitet werden. Die Beschilderung definiert im Optimalfall den Laufweg des Gastes, so dass dieser in eure Markenwelt so eintauchen kann, wie ihr es beabsichtiget. Angefangen von der Vorführungsfläche, hin zum Eingang zur Terrasse und/ oder dem Inneren des Messebaus über den Gesprächs- und Verkaufsbereich bis zum Networking und Relaxing Areal. Und wie so oft, gilt auch hier, auf das richtige Maß kommt es an. Branding und Beschilderung sind auf jeden Fall ein Muss, aber bitte nicht überbranden und die Besucher durch Reizüberflutung abschrecken.  

Planungstipp 2: Für Wind und Wetter gerüstet – Überdachte Terrassen sind der Allrounder

Freilandausstellungen finden natürlich in den sommerlichen Monaten statt, dennoch muss man sich auf Regen und schlechtes Wetter genauso einstellen wie auf stechende Hitze und Kreislaufwetter. Um hier den Spagat zwischen den beiden Extremen zu schaffen, empfiehlt es sich, die temporäre Messelocation mit einer überdachten Terrasse auszustatten. Denn diese ist ein wahres Allroundgenie für Freilandausstellungen: Bei Sonne und Hitze liefert sie einen angenehmen und vor allem schattigen Platz. Bei Regen bietet sie einen trockenen, im besten Fall windgeschützten Platz und all das an der frischen Luft mit freier Sicht auf die Produktvorführungen auf der Außenstandfläche. Daher sollte die Terrasse natürlich entsprechend im Raumkonzept an der richtigen Stelle eingeplant werden, aber dazu mehr in Punkt 3. An dieser Stelle sei festgehalten, dass Freilandausstellungen eben dadurch punkten, dass sie an der frischen Luft stattfinden und die Messebauten entsprechend sehr gerne mit überdachten Terrassen Hand in Hand gehen. Auf diese Weise kommt das Gesamtkonzept dieser Messeform zur vollen Geltung und sowohl Besucher, als auch Aussteller profitieren davon. Denn wer kennt es nicht, die schlechte Luft auf Indoor-Messen, die jedem früher oder später zusetzt und man einfach nur mal kurz frische Luft schnappen möchte!?

Planungstipp 3: Zweifach-Raumkonzept – Ein Messebau, zwei Räume 

Ganz prinzipiell hat die Raumgestaltung einen entscheidenden Einfluss auf den Erfolg der Veranstaltung. Denn wie der Raum gestaltet ist, bestimmt, was der Besucher wann und wie wahrnimmt, ob er sich wohlfühlt und entsprechend den Event mit positiven Emotionen verknüpft und in Erinnerung behält. Das Besondere bei den Freilandausstellungen ist, dass der Messebau eben zwei Raumkonzepte braucht. Nämlich eins für den Stand an sich und eins für den Vorführungsbereich im Außenbereich der Location. Ausgehend von euren Messezielen und Kommunikationsbotschaften sowie von den räumlichen Gegebenheiten vor Ort müssen also zwei Räume so geplant werden, dass sie optimal miteinander matchen und den Besucher leiten. Folgende Fragen solltet ihr euch in eurer Planungsphase stellen: Wie groß soll und kann euer Außen-Vorführungsbereich sein? Welchen Platz brauchen eure Produkte, um sich hier live von ihrer besten Seite zeigen zu können? Apropos beste Seite, von welchen Seiten eures Messestandes aus sollen die Besucher auf den Vorführungsbereich schauen können? Welche temporäre Messelocation passt von ihrem Design und der Größe zu eurem Plan? Wie und wo soll die überdachte Terrasse integriert werden? Welcher Ausstattungsstil wird eurem Unternehmensauftritt gerecht? Welche Möbel, welcher Terrassenbelag, welche Deko und welche Cateringvariante passt dazu? Viele Fragen, doch im Detail zeigt sich, ob die zwei Raumkonzepte als ein harmonischer Messestand wahrgenommen werden oder nicht. Und das ist das Entscheidende! Viel Freude bei der Planung und Umsetzung eurer Messevorhaben! Hier gibt´s noch die passenden bildlichen Inspirationen von drei Messeständen, die wir auf der demopark 2017 gebaut haben und die in ihrem Gesamtkonzept sehr gut geplant und umgesetzt wurden.  

 

Oben: Die Daimler Trucks bei der demopark 2017 in einer 10 x 20 m großen Anova Zelthalle.

 

Oben: Eine Terrasse verschiedene Bereiche.

 

Oben: Auch von Innen eine Perspektive verschiedene Aussichten.

 

Oben: Die Firma Pellenc setzte bei der demopark 2017 auf eine 12 x 13 m großen Alu Zelthalle, durch die die Besucher durchgehen konnten.

 

Oben: Messe-Branding in seiner optimalen Form.

 

Oben: Das Raumkonzept schleust die Besucher gekonnt an den Produkten und Informationen entlang. 

 

Oben: Der Pellenc Bau noch mal von der anderen Seite. 

 

Oben: Auch Stiga setzte auf eine Alu Zelthalle mit zwei Eingängen. Hier auch gut zu sehen der weitläufige Außen-Vorführungsbereich. Und die Grillstation!

 

Oben: Vorne Vorführungsfläche, links der eigentliche Eingang, rechts der eigentliche Ausgang, hervorragend positioniert mit der Grillstation. 

  

 

Oben: Durch die komplette Verglasung an drei Seiten hatten die Besucher stets die Vorführungsfläche im Außen im Blick UND viel Tageslicht! Eine Rarität bei normalen Messen! 

Oben: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte... Auf alle Freilandausstellungen mit den schönen, weiten Flächen und ebenso weitreichenden Möglichkeiten!