Ein Mann und seine Triathlon-Triade | De Boer

Ein Mann und seine Triathlon-Triade

Wie ihr wisst, berichten wir hier in unserer Running Serie über die sportlichen Work-Life-Balance-Aktivitäten unserer beiden Projektleiter Sascha und Jens. Saschas Marathonerfahrungen bei schwülen 35 Grad samt Tipps haben wir bereits mit euch geteilt. Nun läuft Jens hier für euch auf und der Gute hat gerade nicht nur einen Triathlon, auch nicht zwei, sondern drei Triathlon-Wettkämpfe innerhalb von zwei Monaten absolviert. Was ihm ein Triathlon geben kann, was ein Marathonlauf nicht hat? „Laufen ist ja schön und gut und macht auch Spaß. Aber irgendwie fehlt mir da die Hardware und die Abwechslung. Beim Triathlon habe ich viel Technik am Armgelenk, ein schnelles Bike und eben zudem die verschiedenen Sportarten im Training,“ erklärt der Triathlon-Bezwinger. So viel sei an dieser Stelle schon mal gesagt, drei Wettkämpfe dieser Art stemmt niemand ohne sich dafür richtig ins Zeug gelegt zu haben. So wie Jens - er ist bisher in diesem Jahr bereits 42 km geschwommen, 810 km gelaufen und 1.100 km mit dem Rad gefahren. Ausdauer wird eben nicht umsonst mit Beharrlichkeit gleichgesetzt!

Oben: Unser Mann des Monats: Jens, der Triathlon-Bezwinger gleich im Triadenformat!

Bocholt, Düsseldorf, Hamburg – Jens im „Triathlon-Marathon“

Am Sonntag, den 12. Juni, startete Jens um 05:45 Uhr nach Bocholt, zu seinem ersten Triathlon in 2016! Er startete in der Sprintdistanz, die umfasst 500 m schwimmen, 20 km Rad fahren sowie 5 km laufen. Letztes Jahr hat Jens hier sein Debüt auf der Volksdistanz (200 m/ 20 km / 5 km) gefeiert. Es gibt nämlich verschiedene Triathlon-Disziplinen, die sich in den jeweiligen Distanzen, die zurückgelegt werden müssen, unterscheiden. Bei Jens „Triathlon-Marathon“ war der Stopp in Bocholt eigentlich nur wie ein Aufwärmtraining für die beiden Wettkämpfe, die dann folgten. Denn hier startete Jens jeweils in der „Olympischen Distanz“ – das heißt: 1500 m schwimmen, 40 km Rad fahren und 10 km laufen. „Bei so einem kurzen Wettkampf gibt es nicht viel Genesungszeit. Ich gönne mir zwei trainingsfreie Tage und vor allem genügend Schlaf,“ erklärt Jens und fährt fort: „Und zur Belohnung hole ich mir einen neuen Triathlon Einteiler für Düsseldorf!“ Gesagt, getan, und in Düsseldorf ging es schon am 26. Juni mit Triathlon Nummer 2 weiter. Hier ist Jens das erste Mal in seinem Leben 1.500 Meter am Stück bei einem Wettkampf geschwommen. Nach eigenen Angaben lief das „nicht so gut“, er hat sich wohl ein paar Mal verschluckt, doch das hat seinem Ziel keinen Abbruch getan: „Mein Ziel war ankommen bzw. eben das erste Mal diese Schwimmdistanz zu schaffen und den gesamten Triathlon unter 3 Stunden zurückzulegen. Das hat mit einer Zeit von 2:45:36 genau hingehauen!“ Doch auch damit noch nicht genug: Jens trat am 17. Juli zu seinem dritten Triathlon in Hamburg an. Auch hier bestritt er die Olympische Disziplin. Bei den 20 Kilometern auf dem Rad hatte er ähnliche Probleme mit Krämpfen wie in Düsseldorf. „Es muss an meiner Atmung und, oder am Rad Setup liegen. Ich versuche direkt allen Störquellen auf die Schliche zu kommen, um im Training daran dann verstärkt arbeiten zu können,“ reflektiert Jens. Auch den Hamburger Triathlon hat er unter 3 Stunden mit Bravour gemeistert. Was soll man da noch sagen? Wir können einfach nur einen riesengroßen Respekt für diesen Triathlon-Marathon aussprechen und das eben innerhalb von zwei Monaten. Wahnsinn! Und jetzt leg aber echt mal die Beine hoch, lieber Jens! Ok, vorher gibt´s noch seine Top Tipps für euren Triathlon!

Jens´ Trainingsplan-Empfehlung für einen Triathlon:

-        Schwimmen: Mindestens 1 Trainingseinheit pro Woche

-        Rad: 2 Trainingseinheiten pro Woche

-        Laufen: So oft es geht, in der Mittagspause oder am Abend in verschiedenen Sequenzen

-        1 x die Woche Intervall-Lauf, um schneller zu werden

-        1 x die Woche Tempo-Lauf

-        1 x die Woche einen langen Lauf von 2-3 Stunden

-        Plus 3 x 20 Minuten Stabilisationstraining / Krafttraining pro Woche

Und zu guter Letzt hat Jens noch seine Top 5 Triathlon Tipps für euch zusammengestellt:

1.   Schwimmen lernt man am allerbesten über einen Coach, sonst schleichen sich zu viele Fehler ein, durch die man dann wiederum nicht an sein ganzes Potenzial kommt. Der Blick von Außen ist da sehr wertvoll. Manche Trainer bieten Wochenendseminare an, manche spezielle Kurse bei einem Schwimmverein vor Ort. Einfach mal informieren und ausprobieren.

2.   Man sollte definitiv die Wechsel zu Hause oft trainieren und gedanklich durchgehen. Anderenfalls verliert man hier richtig viel Zeit und ärgert sich voll!

3.   Zum Start macht man am besten einfach mal einen Volkstriathlon mit. Dafür benötigt man echt nicht viel, nur eine Badehose/ einen Badeanzug und schlicht und einfach irgendein Fahrrad und los geht es auch schon.

4.   Man sollte sich beim Trainieren einen persönlichen Trainingsplan zusammenstellen und sich dann auch daran halten. Natürlich geht das nicht immer ganz streng, aber in der Regel sollte man dabei bleiben. Das ist echt hilfreich.

5.   Ich empfehle zudem eine GPS Uhr einzusetzen. Denn die zeigt mir ständig alle, wirkliche alle Daten. So sehe ich, direkt wo es hakt und kann direkt nachjustieren.

Oben: Beim Triathlon geht´s zuerst ins Wasser und in der Olympischen Distanz müssen hier dann 1.500 Meter zurückgelegt werden! In Hamburg vor traumhafter Kulisse!

Oben: Nach dem Schwimmen geht´s auf´s Rad und ab in die Pedale! Die Wechsel müssen schnell gehen und sollten daher oft trainiert werden! (Foto: Copyright Sportograf_Lowres)

Oben: Starkes Bild! Jens auf seinem Bike beim Düsseldorfer T3 Triathlon, im Hintergrund das City-Panorama! (Foto: Copyright Sportograf_Lowres)

Oben: Fertig, aber sichtbar glücklich! Jens hat alle drei Triathlon-Wettkämpfe in seiner Wunschzeit geschafft! Wahnsinnsleistung, Hut ab!