Blog post 1 | De Boer

Die Eventbranche ist ein Wachstumsmarkt

Blog-Artikel der Journalistin Christina Quast zur #BoE16

Die Eventbranche bricht Rekorde – zum Beispiel mit dem größten Mitarbeiter-Staffellauf, bei dem Postler durch ganz Österreich liefen, oder mit der lichtstärksten Projektion auf den Hoover Dam, um einen neuen Freightliner von Daimler Trucks zu präsentieren. Diese Events wurden aktuell auch mit einem BEA-Award ausgezeichnet, der im Rahmen der Best of Events International überreicht wurde. Die zweitägige Fachmesse in den Dortmunder Westfalenhallen hat sich der Eventbranche gewidmet – und die De Boer Group ist mittendrin gewesen, um mobile Event-Locations für mehr als 10.000 Fachbesucher zu präsentieren.

Oben: Abschlussfoto des BEA Awards 2016

Was die Eventbranche leisten kann, zeigten rund 450 Aussteller aus zehn Ländern – auch das ist ein Rekord, den Sabine Loos als Hauptgeschäftsführerin der Westfallenhallen Dortmund bei der Pressekonferenz bekannt gegeben hat. Zur Best of Events gehörte in diesem Jahr auch ein Programm, um sich zu aktuellen und fachlichen Themen der Eventbranche auszutauschen: als Kernthemen sind „Nachhaltigkeit“ und „Digitalisierung“ zu nennen. Entsprechend wurde die Pressekonferenz mit der Live-Streaming-App Periscope online übertragen. Und in diesen Live-Stream klickten sich mehr als 100 Zuschauer. Die Social-Media-Möglichkeiten in Sachen Digitalisierung erläuterte Experte Christoph Müller-Girod, Social Media Berater bei der Laureamedia GmbH, zum Start der Best of Events, der auch für einige Aussteller wie die De Boer Group, die Party Rent Group oder die Grand Hall Zollverein per Social Media kommuniziert.

Somit seien Twitter, Periscope und Snapchat die wichtigsten sozialen Netzwerke für die Live-Kommunikation in der Eventbranche. Das ist auch bei der Best of Events zu spüren gewesen: Neben Live-Streams per Periscope ist in allen Messehallen auch eine Twitter Wall installiert gewesen, um alle Beiträge zur Best of Events mit dem offiziellen Hashtag #BOE16 zu zeigen. Dieser Hashtag hatte es an beiden Messetagen in die Top Ten der deutschen 'Trending Topics' geschafft.

Das Best of Events Programm mit 50 Themen ergänzte die De Boer Group mit einem eigenen Event am Messestand: Piet-Harm Sterk von der niederländischen Agentur BIND lieferte einen Impuls zur Bewusstseinsveränderung durch Live-Kommunikation. Er hat den Eröffnungsevent des APM-Terminals im Hafen von Rotterdam umgesetzt, bei welchem auch zwei Zelthallen von De Boer als mobile Eventlocations auf einem schwimmenden Ponton und eine Choreografie mit leuchtenden Schiffscontainern im Einsatz gewesen sind. Damit konnte der Event den European Best Event Award (eubea) in der Kategorie „Best Launch Event“ gewinnen.

Und das Thema hat einen Nerv bei der Best of Events getroffen, denn bei der De Boer Group tummelten sich über 100 Zuhörer und mehrere Fragen gingen bei Twitter ein, die der Moderator direkt in die Diskussionsrunde mit Piet-Harm Sterk, Hans-Jürgen Heinrich (Chefredakteur Events Magazin), Sjoerd Weikamp (Herausgeber und Chefredakteur Eventbranche Magazine), Sabine Loos (Hauptgeschäftsführerin Westfallenhallen) und De Boer Kollegin Juliette Buyink gegeben hat.

 

Oben: Die Gäste des Round Table bei De Boer

Das Fazit des Fachtalks: Die Eventbranche braucht „Storyteller“, um Gäste emotional zu berühren. Die Technik – wie die Container-Choreografie in Rotterdam – ist eher ein Mittel, um Geschichten zu erzählen und zu inszenieren. Ein wichtiger Punkt: Diese Geschichten sollten nicht von der Event-Agentur auf dem Papier erfunden werden, sondern vor Ort entdeckt und dann authentisch erzählt werden. Dazu haben einige Projektleiter für den APM Eröffnungsevent direkt „inhouse“ im Terminal gearbeitet, um Ideen für das Storytelling zu entwickeln. Trotz des modernen, techniklastigen Terminals sollten die Menschen im Fokus der Geschichte stehen. So konnte der Terminal mittels eines Events zugleich als innovativ und menschlich im Bewusstsein der Gäste und Medien verankert werden. „Viele Gäste, auch König Willem-Alexander, berichteten, dass sie durch die Verbindung aus technischem Spektakel und menschlicher Geschichte emotional berührt waren”, so Piet-Harm Sterk. Um die besten Plätze zu bieten, hat auch die De Boer Group logistisch viel geleistet: Die schwimmenden Zelte mussten die Sicherheitsbestimmungen eines Kreuzfahrtschiffs erfüllen und schließlich auf dem Wasser per Floß zum eigentlichen Eventort manövriert werden.

Nachdem sich Aussteller und Fachbesucher bereits an den Messeständen und beim Messeprogramm getroffen hatten, konnte das gemeinsame Netzwerken am Abend noch im modernisierten Goldsaal der Westfalenhallen weiter gehen. Zunächst beim Trend-Essen Burger - belegt mit Lachs oder Rind - und anschließend vor der Bühne, als zur Stand-up Pop-Band „De Coronas“ auch wortwörtlich die Puppen tanzten.

Oben: die Coronas aus den Niederlanden boten interaktives Live-Entertainment auf der legendären BoE-Night

Um die erfolgreiche Eventbranche auch in Zukunft zu entwickeln, richtete sich der zweite Tag der Best of Events an den Nachwuchs. Auch Piet-Harm Sterk erzählte aus seinem Arbeitsleben – und recht überraschend: Der Niederländer hat in seiner Agentur BIND nur zwei feste Mitarbeiter und arbeitet für Events wie der Eröffnung des APM-Terminals mit spezialisierten Freiberuflern zusammen.

Oben: Piet-Harm Sterk im Gespräch mit der GenY - eine Initiative von De Boer in Kooperation mit dem Studieninstitut für Kommunikation

Was die Eventbranche leisten kann, lässt sich nicht nur bei der Best of Events mit eigenen Augen sehen, sondern auch an den wirtschaftlichen Zahlen ablesen. Die aktuelle FAMAB-Studie dazu erschien Mitte Februar. Das Fazit: Die Eventbranche ist ein Wachstumsmarkt und trifft sich am 18. und 19. Januar 2017 wieder zur Best of Events International in Dortmund.

Christina Quast | Kurz-Biographie

Christina Quast ist freie Journalistin und Hashtaghüterin - bei Events kümmert sie sich um die Live-Kommunikation und das Storytelling per Twitter. Als Dozentin und Speakerin zu Twitter und digitalen Themen ist sie in ganz Deutschland unterwegs.

Seit 2008 schreibt die diplomierte Journalistin Christina Quast freiberuflich u.a. für DPA, WDR, Ruhr Nachrichten, Stiftung Zollverein, Orchesterzentrum|NRW. Als Bloggerin und Hashtaghüterin gestaltet sie die nationale Netzgemeinde seit 2012 aktiv mit und ist hochgeschätzt für ihr Wissen, das sie eben auch gerne teilt und streut. Sie bloggt u.a. für allesfoursquare und Journalisten Tool. Den Beruf der Hashtaghüterin hat sie, wie so schön sagt, sich selbst geschaffen. Bei Konferenzen, Foren und Events ist sie die Frau hinter dem offiziellen "Twitter Handle", die live zur Veranstaltung twittert und sich um Hashtags, Retweets und Mentions kümmert. Sie sorgt für eine optimale Präsenz des Events bei Twitter. In diesem Bereich ist sie u.a. für Veranstaltungen des Grimme Instituts, des Regionalverbandes Ruhr, der Friedrich Ebert Stiftung oder der SK Stiftung Jugend und Medien tätig. Ihr persönlicher größter Erfolg bis dato ist, dass sie die Kanu Weltmeisterschaften (2013) und das Global Media Forum (2014) als „Hashtaghüterin“ begleitet hat. Neben ihrer aktiven Tätigkeit auf Twitter unterstützt Christina Quast Unternehmen, Stiftungen und Verbände als Beraterin und Speakerin für digitale Themen und ist Twitter-Dozentin u.a. an der FES Journalistenakademie.