#DeBoerDigital: Wie sich Eventkommunikation auf 1.000 m Höhe umsetzen lässt

Gastartikel von Daniela Sprung

Stell dir vor, 160 Heißluftballons starten in die Lüfte und du lädtst als Unternehmen, das nichts mit den Fluggeräten zu tun hat, Influencer ein live dabei zu sein. Geht nicht? Geht doch und De Boer macht es vor. Am 10. September war ich eingeladen, die Warsteiner Montgolfiade in Warstein zu besuchen und via Twitter für De Boer zu begleiten. Wer das Event nicht kennt, hier ein paar Informationen dazu: Die Montgolfiade geht auf die Gebrüder Montgolfier zurück. Die Söhne eines Papierfabrikanten, ausgebildet in Naturwissenschaften und Architektur, haben sich schon früh mit der Luftfahrt beschäftigt. Ihr Ziel war es eine luftdichte Hülle zu entwickeln, die mit „leichter“ Luft gefüllt war. Ihrer Idee nach war Rauch das entscheidende Auftriebsmittel und so nutzten sie stark qualmendes Brennmaterial wie Dung, feuchtes Heu und andere Stoffe. Nicht sehr gesund, aber Forschung macht klug. Und wie wir heute wissen, ist es eher die warme Luft, die einen Ballon steigen lässt, doch diese Kenntnisse fehlten damals. Aber dank den Brüdern und ihrer Forschung haben wir heute die Möglichkeit, sicher durch die Lüfte zu gleiten und Veranstaltungen wie die Montgolfiade in Warstein zu erleben.

Wie gut, dass vor 26 Jahren Albert Cramer – der leider verstorbene Seniorchef der Warsteiner Gruppe und Kopf der 1753 gegründeten Familiendynastie – entschied, die Montgolfiade zu veranstalten. Seitdem hat das Event sich zu einem der etabliertesten Ballonfahrertreffen international und zum größten europäischen Heißluftballon-Wettbewerb entwickelt. Zunächst zweimal jährlich veranstaltet, findet es nun einmal im Jahr unter der Schirmherrschaft seiner Tochter und Nachfolgerin, Catharina Cramer, statt. Eine gute Woche lang starten dann fast 1.000 Ballons mit Fahrern aus 200 Ländern in den Himmel, beobachtet von fast einer Viertelmillion Zuschauer.

Nun fragst du dich, was eine Montgolfiade mit De Boer, einem internationalen Zeltverleih und Anbieter für mobile Eventlocations und mobile Raumlösungen, zu tun hat? Denn wie wir uns richtig erinnern, stehen Zelte auf dem Boden und sind nicht in der Luft. Macht es also Sinn, dass ein Unternehmen wie De Boer zu einem Ritt über den Wolken einlädt? Und wenn ja, warum?

Neue Wege in der Eventkommunikation – nur wenn es passt

De Boer hat auf der Warsteiner Montgolfiade für die Presse-, VIP- und Partyzelte gesorgt und war damit wesentlicher Teil der Veranstaltung. Was haben nun Zelte mit Twitter zu tun? Sehr viel, denn der Event-Dienstleister ist im Gegensatz zu anderen Branchengrößen dort aktiv unterwegs. Und somit lag es nah, unter dem Titel „Up in the Air“ ein „TweetUp über den Wolken“ zu veranstalten, zu dem ich eingeladen war. Unter den Hashtags „deboerdigital“ und „montgolfiade“ habe ich das Event mit einem Kollegen via Twitter begleitet.

Oben: Gastautorin Daniela Sprung bei ihrem Einsatz für uns über den Wolken. Das Montgolfiade-Maskottchen hat Mut gemacht für die Fahrt in luftigen Höhen! 

Auf die Frage, warum De Boer sich für das TweetUp über den Wolken entschieden hat, sagte mir Detlef Schmitz, Geschäftsführer De Boer: „Der Trend in der Digitalisierung ist vorhanden. Wir wollen in der Branche der Trendsetter sein.“ Damit stimmt er der Studie von FAMAB-Reseach zu, in der die crossmediale Verknüpfung von Live- und digitaler Kommunikation als wachsend festgestellt wurde. Denn beide Disziplinen werden zukünftig stark zunehmen und eine wesentliche Rolle in der Marketingkommunikation spielen. Und das kann ich nur unterstützen, denn Digitalisierung macht vor keinem Unternehmen halt. Weder in klassischen Branchen noch im Eventbereich. Die Idee, die Montgolfiade mit Tweets aus rund 1.000 m Höhe via Twitter zu begleiten, ist darum ein hervorragender Blick über den kommunikativen Tellerrand hinaus. Und das im wahrsten Sinne des Wortes! Daran fehlt es vielen Unternehmen meines Erachtens noch. Nämlich dem Mut einfach mal andere Wege zu gehen, um sich zu positionieren.

Umso mehr habe ich mich über die Einladung gefreut, weil wir die Schnittstelle beim Thema „Digitale Kommunikation“ haben und ich mich mit De Boer identifizieren konnte. Nicht nur dass das Unternehmen inzwischen eben diesen Blog betreibt, sondern dass es auch aktiv Social Media für die Live-Kommunikation einsetzt, begrüße ich sehr. Und der Erfolg von „TweetUp in den Wolken“ gibt De Boer in seiner Kommunikationstrategie recht. So wurden 30 neue Follower auf Twitter, 40 Retweets und 15 Replies generiert. Das entspricht nach Aussage von Social-Media-Experte und Berater von Laureamedia, Christoph Müller-Girod, bei rund 136 Tweets einer Reichweite von 270.000 Impressions und 20.000 erreichten Accounts. - Eine ordentliche Bilanz, wie ich finde.

Kommunikation über den Wolken

Der ganze Tag war für mich hervorragend organisiert. Im Vorfeld habe ich durch Christoph Müller-Girod ein Briefing erhalten, in dem die einzelnen Tagespunkte aufgeführt waren. Mit Hans Schriever, Geschäftsführer von Laureamedia, hatte ich einen festen Ansprechpartner, der mir die ganze Zeit für Fragen zur Verfügung stand. Als Leadagentur für De Boer in den deutschsprachigen Ländern war Laureamedia für die Organisation meines Aufenthaltes zuständig. So hatte Hans immer wieder neue Ideen, wie wir den Tag noch weiter gestalten könnten. Unter anderem stand ein Flug mit dem Helikopter im Raum, den wir leider aus Zeitgründen nicht mehr umsetzen konnten. Das war aber nicht weiter schlimm. Vielmehr hat es mich gefreut, dass man sich Gedanken gemacht hatte, was noch möglich wäre – unabhängig von der Tagesplanung.

 Das Highlight selbst war die Ballonfahrt. Für mich das erste Mal in meinem Leben und damit etwas, was ich nicht vergessen werde. Mich hat der Teamspirit sehr beeindruckt. Jeder der Teilnehmer fasste mit an und das förderte die Gemeinschaft der Gruppe, denn insgesamt waren wir 13 Reisende. Mit unserem Piloten hatten wir noch zusätzliches Glück. Joachim war ein sehr netter und ruhiger Pilot, dem keine Frage zu viel war. Immer wenn wir unsere Interviews führten, versuchte er solange wie möglich darauf zu verzichten die Gasflammen anzuschmeißen. Diese verursachte nämlich enormen Lärm. Nach rund 12 km Luftlinie ging es sanft wieder herunter und jeder Teilnehmer erhielt für seinen Jungfernflug eine Urkunde, in der er geadelt wurde. Von daher darf man mich nun als Erzherzogin Daniela ansprechen, die kühne Himmelsstürmerin. Diese Bezeichnung empfinde ich als durchaus angemessen und werde meine Visitenkarte dahingehend abändern. ;)

Oben: Der Ballon wurde vorbereitet...

Oben: ... alle bitte einsteigen ...

Oben: ... und schon hebte er ab, der Heißluftballon mit 13 Reisenden inklusive den TweetUp Teilnehmern!

Oben: Langsam, aber stetig ging es nach oben. 1.000 Meter in die Höhe!

Oben: Neben der wunderschön-weiten Aussicht wurde hier oben auch live getwittert, was das Zeug hält! 

Oben: Auch Interviews wurden in der Höhe geführt, dafür achtete der Pilot sogar freundlicherweise darauf, den Lärm durch das Gas möglichst gering zu halten.

Oben: Zur Belohnung gab es für alle Mitfahrer den Sonnenuntergang hautnah und vor allem näher dran als sonst, wenn beide Füße auf dem Boden stehen! (Foto_c_HolgerRohde)

Der Tagesablauf war von De Boer, Laureamedia und Christoph Müller-Girod professionell geplant und - das kann ich aus meiner Perspektive sagen – zahlte sich für die Unternehmenskommunikation aus. Dieses Engagement wird auch im Januar 2017 weitergehen, wenn die Best of Events unter dem Motto „Digitale Megatrends“ in Dortmund ansteht. Detlef Schmitz hat da noch einiges in petto, wie er mir verriet und ich bin gespannt darauf. Auf jeden Fall werde ich die Kommunikation weiterhin verfolgen und freue mich auf zukünftige Aktionen, die sicherlich nicht gewöhnlich sein werden.

Eure Daniela

Oben: Alles andere als gewöhnlich, ein TweetUp über den Wolken, und weiter geht´s dann mit den digitalen Trends bei der Best of Events 2017! (Foto_c_HolgerRohde)

Über die Autorin: 

Daniela Sprung ist Kommunikationsberaterin, Content-Marketing- & Social-Media-Managerin sowie Bloggerin. Als Pressesprecherin war sie für verschiedene Unternehmen tätig und leitete führend einen Corporate Blog in der Schweiz. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Beratung im Bereich Corporate Blogs und Social Media. Als Kommunikationsberaterin unterstützt sie Unternehmen bei der Konzeption ihrer Blogs und Social-Media-Strategie, der Themen- und Redaktionsplanung sowie bei der Texterstellung. Zusätzlich unterrichtet sie als Dozentin an verschiedenen Bildungseinrichtungen in NRW in den Bereichen Social Media und Blogs und ist als Speaker aktiv.