De Boer

Zelte für Nato Gipfel in Berlin

8 Juni 2011

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Erstmals seit 1996 trafen sich im April 2011 die Außenminister der NATO-Staaten in Berlin. Insgesamt kamen über 800 Delegierte aus über 60 Nationen ins Auswärtige Amt. Die Berliner Dependance der POOLgroup GmbH war Generalunternehmer für die Planung dieses Projektes. Man beauftrage den Recklinghäuser Zeltspezialisten De Boer dazu mit der Errichtung zweier Temporär-Architekturen, von denen eine den Altbau des Auswärtigen Amtes mit dem Neubau verbinden sollte. Im sogenannten Protokollhof, das ist ein Innenhof des Auswärtigen Amtes, wurde ein zusätzliches Gebäude mit ca. 750 m² Fläche benötigt. De Boer baute eine Delta-Vista-Konstruktion mit einer Abmessung von 50x15 Metern. Im linken Flügel des Zelt-Gebäudes entstand eine Lounge-Area mit Kaffee-Bar. Hier konnten die Delegierten ihren Lunch einnehmen, sich beim Kaffee zurückziehen. Im rechten Gebäudeflügel der Delta-Vista-Konstruktion von De Boer entstanden Delegationsbüros für die einzelnen Mitgliedstaaten sowie für Gastdelegationen, die u.a. mit Computern, Internet, Fax und Kopiergeräten ausgestattet wurden. Beide Flügel des Zeltgebäudes verband De Boer mit einem Delta-Dach. So entstand eine Art Mall, über die die Delegierten dann trockenen Fußes von einem in den anderen Gebäudeteil kamen. Da der Protokollhof allerdings mit alten Gewölben unterkellert ist, musste eine entsprechende Sonder-Statik zur Lastenverteilung der aufkommenden Kräfte auf die Deckenkonstruktion des Protokollhof-Kellers berechnet werden, damit die Gesamtstatik des Gebäudes nicht beeinträchtigt wird.

Bilaterale Gespräche im Zelt

In einem zweiten Innenhof des Auswärtigen Amtes errichtete De Boer eine Alu-Vista-Konstruktion mit ca. 300 m² Grundfläche. Hier entstanden Büros, in denen sich einzelne Delegierte zu bilateralen Gesprächen zurückziehen konnten. Hillary Clinton zum Beispiel nutzte den Bürokomplex von De Boer für diverse Vieraugen-Gespräche.

Flexibel und schnell (de) montiert

Innerhalb von nur zwei Wochen wurden die Temporär-Konstruktionen im Auswärtigen Amt aufgebaut und wieder komplett demontiert. Die O-Ton der internationalen Gäste war sehr positiv, so hat es sich für viele erst auf den zweiten Blick herausgestellt, dass es bei dem ‚Neubau‘ um eine Temporär-Architektur handelt.

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