P 6/7: Studienabschluss in einem temporären Hörsaal

 
Brand in der TU Delft: De Boer rettet das Studienjahr
Das machte Schlagzeilen: der enorme Brand, der Mitte Mai das Gebäude der Fakultät für Baukunde an der TU Delft vollständig in Schutt und Asche legte. Viele Arbeiten der Studenten gingen verloren und für viele war sogar der Studienabschluss gefährdet. Wegen der großen internationalen Erfahrung von De Boer bei der Lieferung von Notunterkünften im Katastrophenfall nahm die TU Delft fast direkt nach dem Brand Kontakt auf.

Bereits einen Tag später war Account Manager Pieter Rol von De Boer vor Ort und stellte einen Plan auf, um schnellstmöglich auf dem an die Uni angrenzenden Areal temporäre Unterkünfte zu errichten. Innerhalb von zwei Tagen wurden die ersten Raumbauten geliefert, die folgenden zwei Tage standen im Zeichen der Ausarbeitung; Aufstellung von zwei Modulen für Sicherheit und Datenempfang, (Not)Beleuchtung, Heizung, Kühlung, Stromversorgung, Böden, Sanitäreinrichtungen und Fahrplatten für die Erreichbarkeit. Außer weiteren Alu Hallen stellte De Boer auch noch drei Pyramiden als Raucherpavillons auf. Und so wurde die neue Unterkunft der Fakultät Baukunde Realität. Eine Woche später stand der vollständige 'Zeltkampus' für mehr als zwölfhundert Studenten und Dozenten bereit.

Die insgesamt fünf Alu Hallen, miteinander durch einen Walkway verbunden, hatten mit Ausnahme des letzen Zeltes eine Fläche von jeweils 825 m2. Mittels Trennwänden wurden die Räume in Hörsäle, Büroräume mit Konferenzsälen und einem großzügigen Eingangsbereich für den Servicepunkt und Kaffee- und Getränkeautomaten unterteilt. Der erste Eindruck bei Studenten und Dozenten war positiv, aber es fielen auch einige 'baukundige' Bemerkungen ... Zum Glück fürchten wir uns bei De Boer nicht vor ein wenig wissenschaftlichem Feedback. Davon können zukünftige Entwürfe nur profitieren! 

• Gesamtfläche in 5 Alu Hallen: 3.750 m2
• Walkway von 60 m2
• 3 Pyramiden von je 9 m2 

Die temporären Unterkünfte für die Fakultät Baukunde standen innerhalb einer Woche. De Boer nennt das Business Continuity Services. Mit Business Continuity Services sorgt De Boer dafür, dass nach einem Notfall oder einer Katastrophe sehr schnell eine maßgeschneiderte Ersatzunterkunft bereit steht, so dass der tägliche Betrieb so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden kann. Projektmanager Johan Hogervorst von der TU meint hierzu: "De Boer war der Partner, der in kürzester Zeit eine passende Lösung liefern konnte. Es wurde akkurat gearbeitet und alle Termine wurden pünktlich eingehalten."

Fokke Wind, Universitätsdozent
"Es war beeindruckend, wie adäquat nach dem Brand gehandelt wurde und wie schnell die Konstruktion stand. Wir wollten Lehre und Forschung so schnell wie möglich wieder anpacken. Niemand hätte sich träumen lassen, dass das bereits eine Woche nach dem Brand möglich war. Für mich als Dozent ist es ein willkommener Nebeneffekt dieser Situation, dass ich durch die Einteilung der Zelte Kollegen begegne, die ich normalerweise niemals 'spontan' sehen würde." 

Merel Cornel, Mitarbeiter des Servicepunkts
"Der Servicepunkt beantwortet Fragen und sorgt dafür, dass Probleme oder Beschwerden an die zuständige Person innerhalb der Fakultät Baukunde weitergeleitet werden. Es war sehr wichtig, dass wir unsere Rolle als erster Ansprechpartner für Studenten und Dozenten nach dem Brand so schnell wie möglich wieder übernehmen konnten. Ich hoffte daher vor allem auf einen neuen Arbeitsplatz. Aber ich hatte keine Vorstellung davon, wie er aussehen könnte. Ich war sehr positiv überrascht, als der temporäre Bau stand. Es ist ein großer heller Raum. Ich hatte nicht gedacht, dass alles so professionell aussehen würde und dass die Abläufe an der Fakultät und am Servicepunkt bereits eine Woche nach dem Brand wieder wie am Schnürchen liefen."

Marloes Janssen, Student der Baukunde
"Zusammen mit einigen Kommilitonen wollte ich Ende Oktober, Anfang November mein Diplom ablegen. Diesen Traum sahen wir mit dem Gebäude in Rauch aufgehen. Doch es kam anders! Niemand hätte gedacht, dass wir das normale Leben so schnell wieder aufnehmen könnten. Der Raum ist durch die 'Dachluken' oben in den Zelten und durch die Fenster innen herrlich hell. Auch der Durchgang ist perfekt. Man kann problemlos von Zelt 1 zu Zelt 5 gelangen, ohne bei Regen nass zu werden. Willkommener Nebeneffekt ist, dass wir mangels einer Kantine im Gras picknicken 'müssen'. Alles in allem übersteigt die Raumlösung bei weitem meine Erwartungen. Die Fakultät Baukunde war mehr als nur ein Gebäude. Dazu gehören auch die Menschen, die hier arbeiten und studieren. Das Gebäude gibt es nicht mehr, aber die besondere Baukunde-Atmosphäre ist durch die Einrichtung, die Ausstattung und die Einteilung der Ersatzgebäude erhalten geblieben. Ich hoffe, dass die Atmosphäre im neuen Studienjahr durch die Ankunft neuer Studenten weiter wächst, aber wahrscheinlich haben wir dann unser Studium bereits beendet. In einem Zelt!"

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