P 22/23: At De Boer - Research & Development


'Maßarbeit durch kluge Entwürfe'
Das umfangreiche und vielseitige Produktangebot von De Boer hat seinen Ursprung in einer ausgesprochen aktiven Entwicklungsabteilung. Beeindruckende Konstruktionen wie das Millennium Dome, Panaroma und Emperor sind lebendige Beispiele dieses wichtigen Unternehmens-Bestandteils. Ein Blick hinter die Kulissen einer Abteilung, die ständig in Bewegung ist.

Operationellen und strategischen Produktentwicklung
Bei der Abteilung R&D arbeiten insgesamt elf Personen, verteilt auf drei Standorte. Sie sind verantwortlich für die Ausführung der operationellen und strategischen Produktentwicklung. Von einer leitenden Position innerhalb des internationalen Veranstaltungsmarktes wurden die Dienstleistungen von De Boer in den letzten Jahren auch um andere geschäftliche Anwendungen temporärer Bauten erweitert, wie z.B. Lager- und Gepäckhallen, Geschäfte, Restaurants, Sporthallen, Notunterkünfte im Katastrophenfall und sogar temporären Gefängnissen. Für die Abteilung Research & Development (R&D) von De Boer bedeutet diese eine weitere Dimension, weil für diese Anwendungen oft zusätzliche Forderungen bzgl. des Baurechts erfüllt werden müssen. Die Grundpfeiler des Produktentwicklungsprozess von De Boer bleiben auch hier bestehen: qualitativ hochwertig, ästhetisch attraktiv, funktionell und erfinderisch.

Die Basis
Ob Hospitality-Raum für eine dreitägige Sportveranstaltung oder einen Geschäftsraum für drei Jahre, die Abteilung R&D entwickelt eigentlich keine temporären Bauten, sondern komplette Raumlösungen. Bei der Entwicklung von neuen oder der Weiterentwicklung bestehender Bauten sind die Wünsche und Forderungen des Kunden maßgebend. "Produktentwicklung ist ein kontinuierlicher Prozess, wobei Kundenwünsche und -forderungen, Marktentwicklungen und der Input verschiedener Abteilungen unseres Betriebes die Basis für alle Entwicklungen auf dem Gebiet der Produkte bilden", sagt Paul von Leeuwen, Technischer Manager bei De Boer. "Außerdem sorgen die internationalen Gesetze und Vorschriften dafür, dass wir ständig auf Veränderungen reagieren müssen. Das gilt für unseren geschäftlichen Markt, aber zunehmend auch für den Veranstaltungsmarkt."

Bereit für die Zukunft
Die Abteilung R&D sorgt für die Entwicklung der 'Hardware' - die Rahmen und Verbindungen, aber z.B. auch für die Transport- und Hebemittel für den Aufbau. Daneben ist die kommerzielle CAD-Abteilung verantwortlich für die visuelle Umsetzung von Projekten in attraktive Kundenpräsentationen. Seit kurzem ist es sogar möglich, unsere Bauten auf Google Earth zu platzieren. Hierdurch kann der Kunde virtuell um die Bauten 'fliegen' und ein beinahe hundertprozentig realistisches Bild davon erhalten, wie das Projekt aussehen wird. Um absolut bereit für die Zukunft zu sein, ist die Abteilung R&D seit einiger Zeit dazu übergegangen, speziale 3D-Designersoftware zu verwenden. Auf diese Weise können vollständige Bauten inklusive aller Teilstücke millimetergenau dargestellt werden.

Die richtigen Tools
"Temporäre Bauten werden stets komplexer, der Austausch von Einzelteilen untereinander zwischen den verschiedenen Bauten ist von primärer Bedeutung und diese Bauten müssen viele Möglichkeiten bieten. Das macht den Gebrauch einer speziellen 3D-Software unumgänglich. De Boer verfügt hiermit über die
richtigen Tools, die für eine moderne Engineering-Umgebung unentbehrlich sind", so van Leeuwen. Er fügt hinzu: "Die Passgenauigkeit ist wegen der Wiederholung der Module so wichtig. Zwanzig Komponenten einer Reihe müssen genau so lang sein wie die anderen zwanzig. Bei der Passgenauigkeit geht es um zehntel bis halbe Millimeter."

Gesetze und Vorschriften
Die diversen europäischen, nationalen und regionalen Gesetze und Vorschriften, die zu berücksichtigen sind, variieren je nach Land und Anwendung. Ein Bau muss allen Anforderungen entsprechen. Das bedeutet, den größten gemeinsamen Nenner zu finden und bei widersprüchlicher Gesetzgebung Kompromisse zu schließen. Weil De Boer sich in den letzten Jahren immer mehr mit großen, komplexen Projekten beschäftigt und Kontrollinstanzen und Behörden stets strengere Normen und Vorschriften handhaben, werden wir mehr und mehr mit diesen Gesetzen und Vorschriften konfrontiert. Diese Extraaufgaben erfordern außer einer größeren Besetzung der R&D auch ein spezifisches Wissen und eine spezielle Rechensoftware.

Unterschiedliche Regelungen
Jeder Bau erhält ein sogenanntes Baubuch, ein technisches Konstruktionsdossier, das zeigt, dass die Konstruktion stark genug für die besonderen lokalen Umstände ist. Es gibt in Europa inzwischen eine übergreifende Norm für temporäre Bauten. Langfristig fällt z.B. in den Niederlanden so ein Bau unter das niederländische Baurecht und erfordert die Einholung einer Baugenehmigung. Vor allem für unsere geschäftlichen Anwendungen, die oft für einen längeren Zeitraum vermietet werden, gelten je nach Land oder sogar Region sehr unterschiedliche Vorschriften bezüglich der erforderlichen Stärke, Zuverlässigkeit und Sicherheit. Es macht Einiges aus, ob man einen Bau in der Stadt oder dicht bei der Küste errichtet.

Unbegrenzte Möglichkeiten
Der Trend im permanenten Bau geht stets mehr in Richtung modularer Bausysteme, während wir qua Ausführung und Möglichkeiten unserer temporären Bauten durch die Anforderungen des Marktes mehr und mehr in Richtung des permanenten Baus gehen. Allgemein lässt sich am Markt beobachten, dass das Bedürfnis an temporären mobilen und schnell zu errichtenden 'Gebäuden' zunimmt. Auf dem Gebiet der Produktentwicklung gibt es sicher bald mehr Neues zu berichten. In jedem Fall steht fest, dass die R&D Abteilung von De Boer sich weiterhin auf das Entwickeln von Raumlösungen mit unbegrenzten Möglichkeiten für Veranstaltungen und Geschäftszwecke richten wird.

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